Tagtraum

Meine Gedanken fahren Karussell. Mit einer Geschwindigkeit, die mir bestens vertraut ist, und dennoch stets Unbehagen bereitet. Angetrieben von Emotionen und Sehnsüchten driften sie immer weiter vom Boden ab. Gleichmäßig gegen den Uhrzeigersinn wirbelnd, kehren sie dem Alltag für einen Moment lang den Rücken zu. Dabei lassen sich nur noch schleierhafte Umrisse perzipieren, die seit Wochen mein Leben kennzeichnen. Alles lesen →

Leichte Beute

Zwei Tage bevor ich mit meinen Eltern wieder einmal nach Kroatien in Urlaub gefahren bin, habe ich am späteren Nachmittag noch meinen Freund besucht. Ich war alleine unterwegs - was an sich nichts Ungewöhnliches ist - und fuhr mit demselben O-Wagen, wo sie meinen Freund ein paar Monate danach hinausgeschmissen haben. Kaum eingestiegen, schrieb ich eine SMS, dass ich eben gleich da wäre. Alles lesen →

Ad nauseam

Ich widme mich momentan verschiedenen Streaming-Diensten, spiele eine Online-Schachpartie nach der anderen, schreibe an mehreren Blogbeiträgen gleichzeitig und vertreibe mir so die Zeit. Außerdem entwickle ich gerade eine Faszination für Fremdwörter. Wörter, die in der deutschen Sprache oftmals nicht vertreten sind und für die es einfach noch keinen Ausdruck gibt. Alles lesen →

Gedankenaufsatz

Als Kind war ich sehr bedacht darauf, meinen eigenen Namen immer und immer wieder handschriftlich festzuhalten, in der Hoffnung dieses Gekritzel irgendwann einmal als meine Unterschrift verwenden zu können. Sehr zum Leidwesen meines Vaters, denn am liebsten verewigte ich mich auf dem Titelblatt der Tageszeitung - zumindest an Tagen, an denen ich gut drauf war. Alles lesen →

Liebe möglicherweise

Wenn man zwischen Stützstrümpfen und Zuckerdose nur noch auf sein Ableben wartet. Auf festgefahrene Rituale beharrt, während man sich selbst das Messer ansetzt. Wenn man nur einen Schnitt von der erhofften Erlösung entfernt ist und der eine Schnitt einfach nicht gelingen mag. Einen die Vergangenheit immer wieder einholt, in der Hoffnung sie noch einmal erleben zu dürfen. Alles lesen →

Sprachausfall

Falls ich jemals in Erwägung ziehen würde, eine Autobiographie zu schreiben, wäre dies einer jener Titel, der in meiner Top-10-Rankinglist ganz weit oben stünde. Auch wenn bislang weder Google noch Duden dieses Wort verzeichnet haben, wird es - denke ich - allerhöchste Zeit dieses Synonym in unserem Sprachgebrauch miteinzubauen und unseren Wortschatz grundlegend zu erweitern. Alles lesen →

Momentkonserven

Alles. Einfach alles erscheint momentan viel zu groß, viel zu nah und doch so weit weg. So weit weg, dass man Angst hat den Anschluss zu verlieren. Angst sich zu verlaufen in den Strukturen der Ungewissheit. Ein simpler Spaziergang wird plötzlich zu einem Spießroutenlauf dessen was vor kurzem noch alltäglich und fast vergessen war. Farben wirken auf einmal so wahrhaftig in dieser schwarzweißen Welt. Alles lesen →

Gedanken zur derzeitigen Lage

Ich lese auf diversen Blogs und auch auf verschiedenen Social-Media-Kanälen in den letzten Tagen sehr oft, dass sich Leute eine höhere, wertschätzendere Anteilnahme von der Gesellschaft wünschen würden. Dass viele das Gefühl haben, dass wir nicht nur den Ernst der Lage nicht erkannt hätten, sondern dem ganzen Unheil auch noch mit Spott und schwarzen Humor begegnen. Alles lesen →

Die Frage

"Möchte sonst noch jemand etwas wissen?" ließ ich eine Stimme stellvertretend für mich in den Raum werfen. Es war ruhig geworden. Und ehrlich gesagt erwartete ich mir nicht mehr allzu viel Resonanz auf meine doch eher rhetorische Frage. Schließlich waren bereits die letzten Minuten angebrochen. So schweifte mein Blick fast schon selbstverherrlichend durch die Gesichter der Studenten. Alles lesen →

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