Vom Winde verweht

Da ich ein kleiner Adrenalinjunkie bin und mein Umfeld weiß, dass ich auch gerne neue, ausgefallene Dinge ausprobiere, habe ich letztes Jahr einen Gutschein für eine Bodyflying-Session geschenkt bekommen. Das Gefühl des freien Falls, bei einer Windstärke von bis zu 280 Kilometern pro Stunde, verspüren? Ein Geschenk ganz nach meinem Geschmack! Und wenn man so wie ich Höhenangst hat und sich nicht unbedingt aus einem Flugzeug stürzen möchte, ist Indoor Skydiving ein guter Kompromiss. Denn beim Bodyflying spürt man genau das, was sonst nur Fallschirmspringer bei einem Sprung aus 4.000 Meter Höhe erleben.

Der Windkanal kennt keine Grenzen

Sofern man keine Schulterprobleme hat und ausreichend Körperspannung besitzt, ist diese Sportart für jedermann geeignet. Dies merkt man bereits bei der Anmeldung: da ich im Rollstuhl sitze, habe ich beispielsweise einen Termin außerhalb der regulären Öffnungszeiten erhalten, um so wirklich ein „Rundum-Service“, ganz ohne Zeitdruck, bekommen zu können – was ich persönlich als eine erfrischende Entschleunigung unserer sonst sehr getakteten Gesellschaft empfinde.

Am Tag selbst wird man nach einer kleinen Vorstellungsrunde erst einmal in einen Übungsraum geführt und mit den Grundlagen vertraut gemacht. Außerdem bekommt man auf einen „Sprungtisch“ gezeigt, welche Position man im Windkanal einnehmen muss um einen guten Auftrieb zu haben und möglichst hoch abheben zu können. Bei mir war diese Übung ziemlich überflüssig, da ich aufgrund meiner Behinderung und der daraus resultierenden Grundkörperspannung im Prinzip jederzeit abheben könnte… 😉

Foto: Ich bereite mich aufs meinen Skydiving-Flug vor. Auf einem Sprungtisch zeigt man mir die Position, die ich während des Flugs einnehmen soll.
Na gut, da sehe ich noch recht entspannt aus …

Anschließend geht es bereits in die Umkleidekabine um sich in Schale zu werfen und den speziellen Flysuit anzuziehen. Des Weiteren wird man mit Flugbrille, Helm sowie Gehörschutz ausgestattet. Dann kann es losgehen! Man betritt zuerst eine Druckkammer und geht einen kurzen Gang zum gläsernen Windtunnel entlang. In diesen Sekunden bekommt man einen Einblick, wie sich Affen in einem Gehege fühlen müssen – duzende Augen sind auf einen gerichtet. Ich habe diesen Auftritt trotzdem ziemlich genossen, da man die Irritation der Leute förmlich spüren konnte. Kaum ist man im Windkanal drinnen, vergisst man alles um sich herum. Es wird einem, im wahrsten Sinne des Wortes, der Boden unter den Füßen weggezogen und man wird nur noch vom Wind getragen. Diese Überwindung wird mit einem riesigen Adrenalinkick belohnt. Es ist ein unfassbar tolles Erlebnis schwerelos zu sein und im Wind zu surfen – ich kann es nur jedem empfehlen!

Foto: man sieht mich im Windkanal fliegen.

P.S.: Vielleicht kommt als Nächstes doch noch ein Fallschirmsprung – wer weiß? 😉

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